Buchrezension

Buchrezension: Schrank am Strand

Ich fand den Klappentext des Buches sehr ansprechend und wollte das Buch gern lesen, und war dann eine der glücklichen Gewinnerinnen mit einem von der Autorin handsignierten Buch. Vielen Dank dafür!

Die ersten zwei Kapitel war ich immer wieder versucht, das Buch einfach beiseite zu legen und die Lektüre darin zu beenden. Zu anstrengend fand ich die ausführlichen, mit sehr blumigen Worten geschilderten Beschreibungen von Farben, Zuständen, Staubpartikeln.

Den geschilderten Panikattacken und Ängsten dagegen konnte ich sehr gut folgen, weshalb die Neugierde siegte und ich weiter las. Diese Zustände wurden sehr eindringlich und deutlich beschrieben und waren für mich (als Fachkraft in der psychosozialen Beratung) gut nachvollziehbar.

Die Protagonistin Lena erzählt in Ich-Erzählung die Erlebnisse eines Urlaubes auf einer Nordseeinsel, zu welcher sie quasi als Flucht vor dem (Berufs-) Alltag jährlich zurückkehrt. Während dieses dreiwöchigen Aufenthaltes wird jeder Tag in einem Kapitel geschildert. Ein rätselhafter Junge, ein Schrank am Strand sowie eine Flaschenpost erscheinen gleich am Anfang der Geschichte und begleiten Lena während ihres Urlaubes. Die damit zusammenhängenden Elemente in der Geschichte sind manchmal schwierig nachzuvollziehen, da sie märchenhaft erscheinen, das liegt nicht jedem Leser. Dagegen sind die Einschränkungen durch die Ängste klar beschrieben und die innere Entwicklung von Lena erkennbar und gut erzählt.

Mich hat das Buch dann doch gefesselt. Der gefühlsbeschreibende Schreibstil gefiel mir sehr gut, mit neuen Wortkreationen konnten Zustände, Gedanken, Erlebnisse so erstaunlich passend beschrieben werden, dass es mich jetzt noch fasziniert. Das Ende ist offen und lässt damit Spielraum für eigene gedankliche Entwicklungen oder eine Fortsetzung.

Ich kann das Buch ganz klar empfehlen, aber man tut sich sicherlich leichter mit diesem Buch, wenn man auch unrealistische Erlebnisse in Geschichten toleriert.  

  • Schrank am Strand
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